Einsatzbericht vom

[ H GEFAHR 1 ] Umgekippter LKW

Beteiligt:
Fachberater
Göllsdorf
Neufra
Rottweil

Am 07.07.2022 um 05:27 Uhr wurde die Einsatzabteilung Neufra mit dem Alarmstichwort H 1, Neufra/Frittlingen LKW im Graben // Öl Läuft aus, Polizei vor Ort, alarmiert.

Bei der Ersterkundung wurde festgestellt, dass ein LKW-Fahrer auf der B14 die Kontrolle über seinen Hängerzug verloren, ca. 50 Meter Büsche und kleinere Bäume niedergewalzt hatte, eine Böschung hinuntergestürzt war und nachdem er einen Radweg überquert hatte auf einer Wiese seitlich umgestürzt zum Liegen kam. Betriebsstoffe liefen aus der Zugmaschine aus, die Dieseltanks waren zum Glück unbeschädigt.

Mit Behältnissen des LF 8/6 der Einsatzabteilung Neufra konnte ein weiteres unkontrolliertes Auslaufen der Betriebsstoffe auf die Wiese unterbunden werden.

Nachdem die Polizei die Ladepapiere erhalten hatte und mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Stadtbrandmeister Frank Müller, durchgesehen hatte, fielen diverse chemische Stoffe auf der Beladeliste des Anhängers auf. Der Fachberater Gefahrgut der Polizei war zufälligerweise mit dem Verkehrsdienst vor Ort. Da auf Anhieb nicht sicher festgestellt werden konnte ob die Verpackungen und Behältnisse im Anhänger noch intakt waren oder evtl. Gefahrstoffe ausliefen, entschied der Einsatzleiter das Gefahrenabwehrstichwort auf Gefahr 1 zu erhöhen um den Anhänger gesichert öffnen und die Ladung kontrollieren zu können.

Die für dieses Einsatzstichwort in der AAO festgelegten Einsatzmittel inklusive Einsatzleitwagen mit dem Fachberater Gefahrgut der Feuerwehr Rottweil und dem Zugführer vom Dienst kamen unverzüglich an die Einsatzstelle.

Nachdem ein Gefahrenbereich definiert und abgesperrt, der Brandschutz sichergestellt und ein Dekonplatz vorbereitet war, wurde ein Trupp unter Atemschutz zum Öffnen der Ladeklappe und Kontrolle der Ladung eingesetzt. Nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben und die Ladung Stück für Stück geborgen werden. Hierzu wurden noch weitere Atemschutzträger eingesetzt. Schlussendlich wurden durch den Aufprall keine Verpackungen und Behältnisse beschädigt, so dass die Ladung unter Zuhilfenahme eines kleinen Radladers eines Feuerwehrkameraden der EA Neufra auf dem befestigten Radweg abgestellt werden konnte.

Der zweite Fachberater Chemie des Landkreises aus Oberndorf kam ebenfalls noch an die Einsatzstelle wie auch ein Vertreter des Umweltamtes des Landratsamtes, so dass in Summe 27 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 8 Fahrzeugen vor Ort im Einsatz waren.


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